Führung: Wenig bekannte Seiten des Widerstands
Kuratorenführung von Dr. Christian Hufen durch die Ausstellung
Beschreibung
Der Internationale Tag der Widerstandsbewegung wird jedes Jahr am 10. April begangen und erinnert an alle, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die Nationalsozialisten und ihre Helfer kämpften. Anlässlich dieses Tages führt der Kurator Dr. Christian Hufen durch die Ausstellung „Wenig bekannte Seiten des Widerstands“.
Diese Ausstellung erinnert an den Beitrag von Menschen russischer Herkunft, die in Deutschland lebten und sich am Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur beteiligten. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Repräsentativität. Der russische Widerstand in Deutschland ist bislang kaum erforscht. Viele Quellen sind der historischen Forschung noch nicht zugänglich. Zugleich wächst das Interesse an der Rolle von Russen im europäischen Widerstand gegen das NS-Regime. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht bekannte Namen wie Alexander Schmorell, führendes Mitglied der „Weißen Rose“ und seit 2012 als Neumärtyrer „Alexander von München“ in der russisch-orthodoxen Kirche verehrt, oder Marie „Missie“ Wassiltschikow, deren „Berliner Tagebücher“ enge Verbindungen zum Widerstand im Auswärtigen Amt und zum Attentat vom 20. Juli 1944 erkennen lassen. Vorgestellt werden vielmehr einige wenige Persönlichkeiten. Sie stehen stellvertretend für eine größere, bislang weitgehend unbekannte Zahl mutiger Handlungen, Entscheidungen und Haltungen, die für die Beteiligten schwerwiegende und oft lebensverändernde Folgen hatten.