Kulturhistorischer Klub: Der russisch-orthodoxe Friedhof in Berlin-Tegel
Treffen des Kulturhistorischen Klubs in deutscher Sprache. Referentin Karin Rother
Beschreibung
Der russisch-orthodoxe Friedhof ist ein großartiges Zeugnis der intensiven und bereits seit mehr als einem Jahrhundert währenden deutsch-russischen Verbindung in Berlin: In der Blütezeit der russischen Emigration in den 1920er Jahren lebten über 300.000 Russen in Berlin, gegenwärtig sind es mehr als 35.000. Der Umgang mit dem Lebensende ist ein guter Einstieg, um die Vorstellungen und Bedürfnisse russisch-orthodoxer Menschen genauer kennenzulernen.
Zu Gast im Kulturhistorischen Klub ist diesmal Karin Rother aus Berlin. Sie war als Pädagogin tätig und hat auch ein Jahr in Moskau studiert. Seitdem hält sie Kontakt zu ihrer Moskauer Freundin, die ebenfalls als Pädagogin arbeitete. Vielfältige Kontakte, gegenseitige Besuche und gerade der Austausch in schwierigen Zeiten haben diese Freundschaft bereits über 50 Jahre erhalten. Spuren russischen Lebens in Deutschland sind für sie von großem Interesse, und so lernte sie vor drei Jahren den 1893 in Tegel angelegten Friedhof kennen. Sie übernahm gern die Aufgabe, im Verein der Deutsch-Russischen Freundschaft e. V. diesen Friedhof auch anderen Interessierten vorzustellen.