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Theater: Zwei Frauen – zwei Königinnen

Aufführung in russischer Sprache des Berliner Theaters "Russische Bühne" nach dem Drama "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

Am 2. Juli 2026 19:00
Russisches Haus, 176-179 Friedrichstraße, 10117, Berlin Deutschland
Russisches Haus in Berlin

Beschreibung

Das Bühnenstück „Zwei Frauen, zwei Königinnen“ basiert auf dem Drama „Maria Stuart“ des deutschen Dichters, Dramatikers und Philosophen Friedrich Schiller in der Übersetzung von Boris Pasternak. In diesem Jahr jährt sich das Erscheinen des Werkes zum 225. Mal, es wurde erstmals 1801 veröffentlicht. Seit mehr als zwei Jahrhunderten greift das Welttheater immer wieder auf diese Geschichte zurück, die auf realen Ereignissen beruht und vom Konflikt zweier Königinnen erzählt, der Halbschwestern Maria Stuart und Elisabeth Tudor im Kampf um den englischen Thron. Maria führt ihren Anspruch auf das Erbrecht stützend ihren Kampf aus der Gefangenschaft heraus, in die sie von Elisabeth gebracht wurde. Elisabeth wiederum hält die Macht fest in den Händen und stützt sich dabei auf einen brüchigen und im Grunde unrechtmäßig besetzten Thron. Zwanzig Jahre dauert diese erschöpfende und unerbittliche Rivalität.

Was kann den heutigen Zuschauer an dieser Geschichte berühren? Die Handlung umfasst die turbulenten historischen Prozesse in England und Schottland an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit in den Jahren 1566 bis 1567. Im Zentrum des Konflikts stehen zwei Schwestern, zwei Völker, Engländer und Schotten, sowie zwei religiöse Lager, Protestanten und Katholiken. Hier prallen Adel und Niedertracht, Offenheit und Verrat, Moral und Unmoral, Pflicht und Gefühl aufeinander. Die Handlung entfaltet sich über drei Tage. Der Höhepunkt der Tragödie ist die berühmte Szene der Begegnung der beiden Königinnen, der Gefangenen und ihrer Kerkermeisterin, obwohl sie sich historisch nie begegnet sind. Der vom Dramatiker bearbeitete historische Stoff wird zur Legende. Das Finale bleibt jedoch historisch verbürgt und führt zur Hinrichtung von Maria Stuart, einer grausamen Realität, die für immer in die Geschichte eingegangen ist.

Der Zuschauer bleibt nicht unberührt von dem, was längst Vergangenheit ist. Er wird Zeuge der geistigen Größe von Maria Stuart. Selbst auf dem Schafott bleibt sie frei und unabhängig. Dadurch entfaltet sich die Tragödie Elisabeths in einem neuen Licht. Vielleicht ruft auch sie Mitgefühl hervor. Eine Herrscherin, die ihrer inneren Freiheit beraubt ist und zugleich anderen Freiheit nimmt, wird unweigerlich zu einer leidenden Tyrannin. In der Inszenierung gestalten fünf Schauspieler die zentralen dramatischen Linien. Plastisch durchdachte Szenenbilder, poetischer Text, stilisierte und abstrakte Kostüme. Eine strenge szenografische Lösung, eine zentrale gerade Treppe als Symbol des Aufstiegs und zugleich als Bild des Schafotts. Gebrochene Linien sich ständig verändernder Metallkonstruktionen. Klirren und Schleifen stehen neben der zartesten musikalischen Linie von Liebe und Glauben.

Regie: Inna Sokolova-Gordon
Besetzung: Ekaterina Varkentin, Olga Levitskaya, Michail Lel, Iwan Lel, Alexander Bondartschuk, Alexander Schurba

Aufführung in russischer Sprache des Berliner Theaters "Russische Bühne" nach dem Drama "Maria Stuart" von Friedrich Schiller
FSK: 14+

Kalender

Am 2. Juli 2026 19:00

Standort

Russisches Haus, 176-179 Friedrichstraße, 10117, Berlin Deutschland

Kontakt

Russisches Haus in Berlin
+49 3020 302320
Friedrichstraße 176-179
10117, Berlin
Deutschland