Vortrag: Architektur des Russischen Hauses. Entstehung, Geschichte und Gegenwart
Vortrag und Führung von Dr. phil. Ulrich Hartung in deutscher Sprache
Beschreibung
Der Vortrag anlässlich des Tages des offenen Denkmals präsentiert zunächst Bilder und Fakten zur historischen Situation an der Friedrichstraße vor dem Bau des Hauses. Veränderungen im Umfeld aus der Zeit nach dem Großen Krieg werden nachgezeichnet. Anschließend steht das von 1981 bis 1984 errichtete Haus der sowjetischen Wissenschaft und Kultur mit seinen wesentlichen Merkmalen im Mittelpunkt der Betrachtung. Hervorgehoben wird der Standort im Zentrum der alten Friedrichstadt, nahe dem Botschaftsviertel. Seine Größe und Repräsentativität kommen ebenso zur Sprache wie die Architektur von Karl-Ernst Swora und seinen Mitarbeitern. Sie war das Ergebnis einer konsequenten Durchgestaltung und in dieser Form einmalig für die Zeit der späten deutsch-sowjetischen Freundschaft. Ihre Wirkung beruhte auf der vielfältigen Zusammenarbeit sowjetischer und deutscher Künstler bei der Ausformung der Details.
Die anschließende Führung macht die Haupträume des Hauses erlebbar und zeigt die wichtigsten zeitbedingten Veränderungen in seinem Inneren.
Dr. phil. Ulrich Hartung, Jahrgang 1964, ist Architekturhistoriker. Er studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Berliner Humboldt-Universität und promovierte 1996 über die DDR-Kulturhäuser der 1950er Jahre. 2004 stellte er gemeinsam mit Andreas Butter in der Ausstellung Ostmoderne wichtige Berliner Bauten vor. Als Spezialist beschäftigt er sich mit der deutschen Architektur des 20. Jahrhunderts und ihren internationalen Verflechtungen.