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Vortrag: Käthe Kollwitz und Russland

Vortrag der Kunsthistorikerin, Historikerin und Publizistin Dr. Iris Berndt in deutscher Sprache

Am 15. April 2026 19:00
Russisches Haus, 176-179 Friedrichstraße, 10117, Berlin Deutschland
Russisches Haus in Berlin

Beschreibung

Die Begegnung zwischen der deutschen Künstlerin Käthe Kollwitz und Russland zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Ihre Kindheit im vielsprachigen Ostpreußen, die frühen politischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts, die letzten Kriegsjahre mit der heranrückenden Roten Armee, all das prägte ihren Blick und hinterließ Spuren in ihrer Kunst. Mal war sie voller Sympathie, mal erschüttert. Sie schuf Lithografien, die die junge Sowjetunion unterstützten, und wurde dort schon zu Lebzeiten aufmerksam gelesen und hoch geschätzt. War das Zufall oder eine Art Wahlverwandtschaft? Was fand sie in diesem kulturellen und politischen Raum, das sie nicht losließ?

Der Vortrag folgt diesen Fragen mit einer feinfühligen Analyse von Briefen, zeitgeschichtlichen Momenten, ihrem persönlichen Umfeld und natürlich ihren Werken. Gerade diese erneute, frische Betrachtung eröffnet verblüffende Einsichten in die Künstlerin, die wir zu kennen glauben.

Dr. Iris Berndt, Kunsthistorikerin und Publizistin mit Schwerpunkt auf deutscher Kunst des 19. Jahrhunderts, forschte und arbeitete an renommierten Museen, unter anderem an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Von 2014 bis 2017 leitete sie das Berliner Käthe-Kollwitz-Museum und entwickelte dort zum 150. Geburtstag der Künstlerin eine umfassende Kooperation, die neue Perspektiven auf Kollwitz’ Werk eröffnete.

Kalender

Am 15. April 2026 19:00

Standort

Russisches Haus, 176-179 Friedrichstraße, 10117, Berlin Deutschland

Kontakt

Russisches Haus in Berlin
+49 3020 302320
Friedrichstraße 176-179
10117, Berlin
Deutschland